Vom Stummfilm zu Jim Knopf – Mit Filmen Rassismus sehen lernen

Veranstaltungs-Nr.: 22L300090

Inhalt

Was hat „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ mit Schwarzen Komparsen in Stummfilmen der frühen Filmgeschichte zu tun? In der Fortbildung lernen wir Zusammenhänge kennen sowie Daten und Fakten zu Migrationsgesellschaft und Rassismus.

Was bedeutet Migration und Einwanderung in meiner Region für meinen Unterricht? Wie erkenne ich Rassismus im Kinderfilm? Und wie kann ich vor diesem Hintergrund rassismuskritisch mit Filmen im Unterricht arbeiten?

Rassistische Narrative begleiten uns schon sehr lange, ohne dass wir uns dessen immer bewusst sind. Deswegen ist es umso wichtiger den eigenen Blick zu schärfen. In diesem Seminar lernen wir expliziten, impliziten, strukturellen und institutionellen Rassismus zu erkennen und sich wiederholende Stereotype und Vorurteile zu identifizieren.

Die Filmgeschichte kann uns helfen diesen Blick zu schulen. Exotismus, Orientalismus und Rassismus spielen schon im frühen Filmschaffen, etwa im Stummfilm, eine beachtliche Rolle, über die es sich lohnt miteinander zu sprechen. Bei genauer Betrachtung kann es auch passieren, dass wir die Held*innen unserer Kindheit und aus gegenwärtigen Kinderfilmklassikern in Frage stellen müssen, um der Diversität in unserer Gesellschaft und unseren Klassenzimmern gerecht zu werden.

Zur Referentin:
Aida Ben Achour studierte an der Universität der Künste zu Berlin Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation mit Schwerpunkten auf verbale, interkulturelle und politische Kommunikation. Sie veröffentlichte und forschte zur politischen Kommunikation anhand von Denkmalsetzungen in Tunis und verfügt über Projekt- und Arbeitserfahrung in Nordafrika. Seit vielen Jahren ist sie Trainerin für Interkulturalität und Diversität im Stadtraum Frankfurt am Main. Als Outreach Managerin des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums (DFF) ist sie seit 2019 Brückenstelle in die Neue Deutsche Stadtgesellschaft Frankfurts.

Empfohlen für Lehrkräfte der Klassen 1 bis 6, möglich für Lehrkräfte höherer Klassen nach Maßgabe freier Plätze

Förderung dieser Kompetenzen: Medienkompetenz und Filmanalyse (Medienerfahrungen weitergeben und in kommunikative Prozesse einbringen, Reflexions- und Evaluationskompetenz, Wahrnehmungskompetenz, Mediennutzung im Unterricht, gesellschaftspolitische Reflexion), Methodenkompetenz in der Demokratiebildung.

Empfohlen für diese und weitere Unterrichtsfächer: vorfachlicher Unterricht, Deutsch, Ethik/Lebenskunde, Sachkunde, Kunst, Musik, Fremdsprachen, fächerübergreifender Unterricht, z. B. für Friedenserziehung, Demokratieerziehung

Diese Fortbildung findet als Kooperation der VISION KINO mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt statt.

Das Projekt „Film Macht Mut – Rassismus- und antisemitismuskritische Filmvermittlung für die 1.-6. Klasse“ bietet neben Fortbildungen für Lehrkräfte auch Workshops für die erste bis sechste Klasse an. Weitere Infos unter www.filmmachtmut.de.

Allgemeine Informationen

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Aktualisiert am 08.08.2022