Von der „Sau“ an der Kirche zur „Stätte der Mahnung“

Veranstaltungs-Nr.: 25L1330099-04

Inhalt

Die Wittenberger „Judensau“ an der Stadtkirche, deren Geschichte und die Frage nach der weiteren Sichtbarkeit ist seit Jahren ein deutschlandweites Thema. In der Tagesveranstaltung vor Ort soll die Bauplastik, ihre Geschichte und deren theologische Deutung im Fokus stehen. Luther und die Betrachtung seiner „Judenschriften“, wie auch die Rezeption der judenfeindlichen Schriften bis in die Gegenwart sind für das Verständnis der Darstellung unabdingbar. Im Jahre 1988 wurde mit einer Bodenplatte unterhalb der jüdischen Schmähplastik der sechs Millionen getöteten Juden und der Verantwortung der Christen daran gedacht. Die Geschichte dieser „Stätte der Mahnung“ wird ebenso wie die Frage nach der Zukunft der Schmähplastik (Abnahme, Verhüllung, Sichtbarkeit...) thematisiert.
Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Das Judentum und Antisemitosmusprävention in der Schule“. Dabei ist sie eingebettet in das Gesamtkonzept der Fortbildungsreihe, bei der über jüdische Geschichte und Kultur informiert, Antisemitismus in seiner Geschichte und Ausprägungsform betrachtet und besonders über antijüdische Schmähbilder in Sachsen-Anhalt nachgedacht wird. Dabei werden originale Orte jüdischer Kultur aber auch Schmähung besucht. Die einzelnen Veranstaltungen sind aufeinander abgestimmt, aber auch so geplant, dass sie auch einzeln besucht werden können.
Die Fortbildung findet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt und ConAct Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch statt.

Allgemeine Informationen


Aktualisiert am 10.02.2026