Karriere und Gewalt. Ausstellung der Stiftung Topgraphie des Terrors im Stadtmuseum Halle

Veranstaltungs-Nr.: 25L2100016

Inhalt

Nach Berlin zeigt nun das Stadtmuseum Halle, die von der Stiftung Topgraphie des Terrors entwickelte gleichnamige Ausstellung. Das Stadtmuseum ergänzt mittels halle-spezifischer Themeninseln (u.a. Jugend Heydrichs in Halle, Erinnerungskultur, Alltag im Nationalsozialismus, Täter/Mitläufer, Opfer, Widerstand und Hilfe) das Angebot.
In der Fortbildung besuchen die Teilnehmenden die Exposition und lernen Möglichkeiten des Umgangs für Schülerinnen und Schüler mit ihr kennen.
Im zweiten Teil der Fortbildung werden die Teilnehmenden mit den Formaten „Jugend in Halle – Heydrich und Hermann im Vergleich“ sowie „Dr. Horst Schumann und die Euthanasiemorde im Nationalsozialismus“ bekannt gemacht.
Im ersten Format werden am Beispiel zweier Biographien die Jugendjahre Reinhard Heydrichs (1904-1942) und Otto Herrmanns (1903-1969) – beide in Halle geboren - sowie deren unterschiedliche Lebenswege im Nationalsozialismus thematisiert und Ideen für die Auseinandersetzung im Unterricht vorgestellt. Herrmann und Heydrich entstammten derselben Generation und schlugen sehr unterschiedliche Lebenswege ein. Heydrich stieg in kürzester Zeit als Chef des Reichssicherheitshauptamtes und der Gestapo an die Spitze des NS-Regimes auf und leitete 1942 die Wannseekonferenz. Otto Herrmann wurde 1939 als Kommunist aus politischen Gründen inhaftiert, setzte sich in den Kriegsjahren für jüdische Gefangene im KZ-Außenlager Niederorschel ein und wurde 2004 als bislang einziger Hallenser als Gerechter unter den Völkern geehrt.
Im zweiten Format wird anhand von ausgewähltem historischen Aktenmaterial und Biografien aus der regionalen Umgebung, der Umgang mit Beeinträchtigung und Krankheit in der Zeit des Nationalsozialismus hinterfragt. Dabei stehen der Lebensweg des halleschen Mediziners Horst Schumann (1906-1983), seine Verbindung zur Euthanasie und mögliche ethische Zweifel im Vordergrund stehen. Die Folgen seines Handelns werden am Beispiel der Opferbiografien erzählt.
Der anschließende Besuch der Dauerausstellung soll einen Blick auf die Angebote für Schulklassen in den verschiedenen Themenbereichen zur Geschichte der Stadt Halle eröffnen.

Allgemeine Informationen


Aktualisiert am 20.01.2026